Kultur und Geschichte

Kultur

Wer auf dem Hanse Flugfeld südlich der Stadt landet findet seinen Weg entweder mit dem Auto oder einem Zug der Alsztynaer Eisenbahngesellschaft in die Hansestadt. Vom Flughafen bis zum Stadtbahnhof ist es lediglich eine Station. Schon bei der Anfahrt kann der Reisende die Silhouette der näherkommenden Stadt bestaunen. Kirchtürme, Hochhäuser und der Rundfunkturm prägen das Bild. Wer dann am Stadtbahnhof aussteigt braucht mit keinem großen Getümmel anderer Hauptstadtbahnhöfe rechnen. Die AEG, die nur eine Strecke betreibt fährt den Bahnhof zwar beidseitig an, doch sowohl nach Norden als auch nach Süden sind es lediglich drei weitere Haltepunkte. Der mit dem Stadtbahnhof verbundene Korische Bahnhof ist derzeit noch verwaist. Hier, wo sich die Normalspurbahn ihren Weg nach Murmel sucht, besteht kein Zug- und Reiseverkehr. Die Reaktivierung der Strecke ist jedoch geplant. Die Politik verhandelt noch. Wer dann aber den Bahnhof verlässt und nach draußen tritt bemerkt sofort das bunte Bild der Stadt. Ein solches Nebeneinander der Kulturen wirkt sich auch auf die hanseatische Küche aus.
Neben vielerlei Fischgerichten sind Piroggen, Schwarzsauer (eine Bultsuppe) und Spirgel feste Bestandteile der alsztynischen Küche. Dazu trinkt der Hanseat gerne Hochprozentiges. Der aus Honig gewonnene Bärenfang oder ein Parauschker (Wachholderschnaps, der mit Leberwurst und Senf zusich genommen wird) regen die Verdauung an. Ein kräftiges Bier wird hingegen in Pänupat gebraut. Hier in der ehemaligen Ordenssiedlung kultivierten Mönche diese hohe Kunst. Böse Zungen behaupten, dass auch der Klosterwein seinen entscheidenden Beitrag zum rasanten Aufstieg des Bieres gehabt haben soll.
In Pänupat, wo sich wohl- und weniger wohlbetuchte Kurgäste entspannen vergeht die Zeit noch einen Ticken langsamer. Doch keineswegs kommt die Stadt verschlafen daher. Künstler und Kulturschaffende haben Pänupat schon längst entdeckt und auch die Hinterlassenschaften der Mönche bieten Touristen spannende Einblicke. 1804 wurde das Ordensland offizielle dem Staat Alsztyna inkorporiert. Noch heute sind die Menschen in Pänupat den alsztynaer Städtern etwas reserviert gegenüber; mußten sie doch ihre steuerlichen Privilegien mit der Absetzung des Orden abgeben. Anders hingegen die nördliche Stadt Denebolawitz. Die junge Stadt, die erst im 16. Jahrhundert durch die Zusammenlegung dreier Dörfer entstand und über der die Festung Denebol thront ist das wirtschaftliche (industrielle) Herz des Hansestaates. Mit dem Hochseehafen, der ab 1716 umfangreich ausgebaut und damit wichtiger Ausgangspunkt beim Aufbau der Nerica- und Astoria-Handelsroute wurde, ist Denebolawitz "Alsztynas Tor zur weiten Welt". Wer hierher kommt findet in der Regel immer einen Landsmann, mit dem er sich austauschen kann.

Akademie der Wissenschaften

Mit der Alsztynischen Akademie der Wissenschaften verfügt die Freie Hansestadt Alsztyna über eine universitäre Einrichtung. Nach der Revolution der Handwerker (1483) wurde die Akademie 1484 als Universität der Zünfte begründet. Das Studium kann grundsätzlich in allen Fächern sowohl zum Winter- als auch zum Sommersemester aufgenommen werden. Es untergliedert sich in ein Grund- und ein Hauptstudium. Das Grundstudium wird mit dem Erwerb der nötigen Leistungsnachweise beendet; erst dann ist das Hauptstudium möglich.
Die Alsztynische Akademie der Wissenschaften weiß sich den Grundsätzen einer freiheitlichen demokratischen Grundordnung, ihrer großen wissenschaftlichen Tradition und, was die autonome Selbstverwaltung angeht, dem Prinzip der Subsidiarität verpflichtet. Sie stellt sich zugleich den Herausforderungen in Wissenschaft und Gesellschaft und ihrer Verantwortung für die Folgen wissenschaftlicher Erkenntnisse, insbesondere für Mensch und Natur. Die Akademie trägt insbesondere im Rahmen ihrer Fakultäten die Verantwortung für die Freiheit von Forschung, Lehre und Studium. Sie bekennt sich zu dem Prinzip der forschungsorientierten Lehre und fördert die interdisziplinäre Zusammenarbeit sowie die Internationalisierung von Forschung, Lehre und Studium. Sie tritt für Fächervielfalt und die Entwicklung der Studienangebote ein. Sie gewährt allen wissenschaftlich tätigen Mitgliedern und Angehörigen in angemessenem Umfang die Gelegenheit zur eigenständigen Forschung. Die Akademie pflegt und fördert ihre Sammlungen und Museen und erschließt sie für Forschung, Lehre und Studium. Ihre Aufgabe ist die Verbreitung und Mehrung von Wissen durch Forschung und Lehre.
Das Gebäude der Akademie der Wissenschaften wurde im Auftrag des Magistrates nach den Plänen des alsztynischen Architekten Gustav-Magnus Bussche - der als einer der wichtigsten Vertreter der das Stadtbild noch heute prägenden Richtungen des Eklektizismus, der Neugotik und des Jugendstil gilt - in den Jahren zwischen 1899 und 1903 errichtet. Es ist heute eines der bedeutendsten Architektur- und Kunstdenkmäler des historischen Zentrums von Alsztyna. Das neogotische Gebäude hat eine Ziegelstein-Fassade, die auch die innere Gebäudestruktur widerspiegelt. Die Fassaden soll die historischen Verbindungen des Handels symbolisieren, indem sie an die Hansestadt der mittelalterlichen Händler erinnern. Dieser Vorstellung entsprach die um die Jahrhundertwende weitverbreitete Neugotik, die eine malerisch polychrome Gestalt des Gebäudes schaffen ließ. Auch das Interieur ist prunkvoll; unter den Besichtigungsobjekten sind die Jugendstilfenstergläser der Werkstatt Karl Neunhausens (1852–1932) und der skulpturale Dekor von August Purvitis (1851–1926) mit den vielfältigen Motiven aus der Pflanzenwelt zu erwähnen.

Geschichte

Die Gründung der Stadt Alsztyna erfolgte im Jahre 1152 durch anticäische Kaufleute. Die Stadt diente als Handelsstützpunkt für den Nordhandel nach und von Harnar und Renzia (insbesondere nach Andro). Um die Stadt vor feindlichen Übergrgiffen zu schützen, stellte Papst Johannes VIII. die Stadt im Jahre 1158 unter päpstlichen Schutz. 1174 begannt man die Stadt mit Befestigungen zu umgeben und mit dem Bau des Hafens. Im Jahre 1215 erfolgte dann der Zusammenschluss mit anderen Handelsstädten zum Ersten Hanseatischen Bund. Kurz darauf begann man ab 1222 mit der Erschließung des Denebolawitzer Landes. Nach Auseinandersetzungen mit korischen Ordensrittern 1293 proklamiertes sich Alsztyna 1301 zur Freien Stadt und kehrte damit vom päpstlichen Schutz ab. Um sich gegen auswärtige Mächte zu schützen und den Handel zu verbessern, schloss sich Alsztyna 1339 erneut mit anderen Handelsstädten zum Zweiten Hanseatischen Bund zusammen. Am 27. August 1370 wurde vom Stadtrat die "Großen Freiheitssatzung" verabschiedet, mit der alle Bürger der Stadt rechtlich gleichgestellt wurden. Rund 50 Jahre später erfolgte 1422 der Erlass der ersten Bürgerschaftsverfassung, die einen gewählten Rat einführte. 1457 musste die Stadt eine Plünderung durch Kriegertruppen hinnehmen. Infolgedessen schaffte die Stadtverwaltung es nicht Hunger und Elend einzudämmen, während das Patriziat der Stadt weiterhin im Reichtum lebte. Dies führte 1483 zum sogenannten "Fenstersturz von Alsztyna", bei dem Handwerker den kaufmännisch dominierten Magistrat aus dem Fenster des Rathauses warfen. Nach einem kurzen Intermezzo wurde die alte Ordnung jedoch wieder hergestellt und Alsztyna entwickelte sich zu einer selbstbewussten Handelsstadt mit einem ebenso selbstbewussten Bürgertum. Damit wurde die Stadt in dieser Hinsicht jedoch zu einem unliebsamer Konkurrent des androischen Zaren Dmitrij I. Androische Truppen besetzten daher 1550 die Stadt, plünderten und brandschatzten um Alstzyna als Konkurrent auszuschalten. Erst nach hohen Tributszahlungen verließen die Truppen 1560 wieder die Stadt. Nach der Abwehr weiterer Ansprüche fremder Mächte (Korland?) 1561 (Gefecht bei Rallin) erfolgte 1592 der Zusammenschluss mit anderen Handelsstädten zum Dritten Hanseatischen Bund. Nach einer vorübergehenden Wirtschaftsunion mit seinem Nachbarn (Korland?) (seit 1640) endete diese nach Auseinandersetzungen zwischen den Partnern schließlich 1788 mit der Alsztynaer Seeblockade vor Kaiserburg(?). 1823 entscheid sich der Magistrat zur Einführung des Alsztynaer Guldens als alleinige Währung im Stadtgebiet. Zuvor konnte mit jedweder Währung bezahlt und Handel getrieben werden. Mit der 1864 verabschiedeten "Augustverfassung" wurde das bis heute gültige Instrument des Volksentscheides eingeführt und das Wahlrecht auch für Frauen garantiert. (1919/20: Korisch-Alsztynaer Krieg, Ende mit status quo ante) Nach Studentenunruhen 1971 kam es zur Aussetzung der bevorstehenden Bürgerschaftswahlen und der Errichtung der sogenannten Magistratsherrschaft. Dieser nahm nun gleichfalls auch die Aufgaben der Bürgerschaft war. Ein Zustand, der mit der Blauen Revolution, die den Sturz des Magistrates und freie Wahlen zur Folge hatte 1999 enden sollte. Nach einer Verfassungsreform im Jahre 2003 bliebt Alsztyna bis Februar 2005 unabhängig und trat dann als 6. Bundesland der Bundesrepublik Renslö bei. Im Dezember 2012 erklärte die Stadt ihre erneute Selbstständigkeit.